Kaufverhalten von Gen Z: Was Händler*innen jetzt wissen müssen

Shownotes

Wie und wo kaufen die Twens der Gen Z heute online ein und was bedeutet das für Händler*innen im E-Commerce? In dieser Folge spricht Host Lisa Haak mit Michèl, Head of Creative und Partner bei der Next Gen Agentur ZEAM, über eine Zielgruppe, die oft unterschätzt oder missverstanden wird.

Gemeinsam beleuchten sie, wie junge Käufer*innen Kaufentscheidungen treffen, warum Social Media in der Inspirationsphase eine zentrale Rolle spielt und weshalb Authentizität, Transparenz und einfache Vergleichbarkeit besonders wichtig sind.

Händlerinnen erfahren außerdem, wie sie ihre eBay-Angebote optimal für diese Zielgruppe positionieren können, welche Keywords und Anglizismen sie nutzen sollten und wie wichtig Vertrauensaufbau ist, um junge Käuferinnen besser zu erreichen.

Hört rein und lernt dazu!

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Kapitelmarken

00:00:00 bis 00:03:28: Vorstellung von Michèl & warum die Gen Z wichtig ist 00:03:28 bis 00:05:44: Wer zur Gen Z gehört und wie sie heute wahrgenommen wird 00:05:44 bis 00:09:41: Digital Natives, Social Media & prägende Unterschiede zu anderen Generationen 00:09:41 bis 00:13:05: Kaufverhalten der Gen Z und die Rolle von Social Commerce 00:13:05 bis 00:15:01: Social Media, Live-Shopping & Chancen für Händlerinnen 00:15:01 bis 00:17:36: Nachhaltigkeit, Preisbewusstsein & Markenwahrnehmung 00:17:36 bis 00:21:57: Vertrauen schaffen durch Transparenz, Vergleichbarkeit & einfache Kauferlebnisse 00:21:57 bis 00:25:28: Kundentreue, Markenbindung & Michèls „Gerne nie wieder“ 00:25:28 bis 00:29:40: Sprache, Anglizismen & wie Händler*innen Gen Z besser erreichen 00:29:40 bis 00:34:39: Communitys statt Zielgruppen & praktische Tipps

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Michèl Gerade wenn es um Konsumverhalten geht und Kaufverhalten, sieht man stark, dass Nachhaltigkeit eigentlich gar nicht so ein großes Thema ist, wie man es vielleicht meinen würde. Sonst wären auch diese sehr, sehr günstigen Plattformen nicht so erfolgreich bei diesen jungen Zielgruppen. Wenn es hingegen um Branding und Moralvorstellungen gegenüber einer Love Brand geht, dann ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Faktor. Aber nicht beim Produktkauf. #: 6#

Lisa Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von "Alles top. Gerne wieder!", dem eBay-Podcast rund um Handel und E-Commerce. Ich bin Lisa Haak und freue mich heute über eine Zielgruppe zu sprechen, über die wir bis jetzt kaum in diesem Podcast gesprochen haben die Gen Z. Ich habe mich gefragt wo und wie kauft die Gen Z? Welche Erwartungen hat sie an Händler*innen? Was bedeutet das eigentlich für mich und meine Angebote? Und unterscheidet sie sich eigentlich wirklich so sehr von anderen Zielgruppen? Antwort auf diese Fragen muss ich Gott sei Dank heute nicht alleine finden, sondern ich habe Michèl bei mir. Michèl, wunderschön, dass du da bist. Willst du dich einmal kurz vorstellen? #: 3#

Michèl Sehr, sehr gerne. Ja, ich freue mich auch, dass ich hier sein darf. Wie gesagt, ich heiße Michèl, ich bin 28 Jahre alt und bin Head of Creative und Partner bei der Next Gen Agentur ZEAM. Wir sitzen in der Schweiz, wie man vielleicht auch ein bisschen hört. Aber wir machen auch ganz viel in Deutschland, teilweise in Österreich und natürlich auch viel in der Schweiz. Und ja, wir helfen Unternehmen, die junge Zielgruppe zu erschließen. #: 9#

Lisa Und so haben wir uns auch kennengelernt, als wir nämlich mit euch als Agentur zusammengearbeitet haben. Und ich muss zugeben, ihr habt mir auch ein bisschen die Augen geöffnet Ich bin selbst nicht Gen Z. Ich weiß nicht, du bist Gen Z, oder? Ihr seid alle Gen Z bei euch. #: 6#

Michèl Ja, also, wir sind... ich bin gleich noch so knapp Gen Z und wir haben aber tatsächlich auch ein Millennial bei uns angestellt. #: 6#

Lisa Oh mein Gott, einen Außerirdischen Millennial. #: 4#

Michèl Ja ne, aber sonst? Also ich bin der drittälteste von 34 Personen. Also schon eher ein sehr, sehr junges Team. #: 5#

Lisa Und also ich glaube, dass für mich damals ja irgendwie beeindruckendste war, wie sehr ihr die Gen Z und was es bedeutet für uns runtergebrochen habt als eBay. Als wir uns damit beschäftigt haben, wie wir uns auf jüngere Händlerinnen und Händler einstellen müssen und was wir da machen. Und so ist es auch ein bisschen zu dieser Folge gekommen, weil wir uns dachten, die Gen Z wird oft falsch verstanden. Die Gen Z wird noch nicht richtig betrachtet. Auch als sehr, sehr kaufkräftige Zielgruppe und mir würde das heute total gut gefallen, wenn wir einmal darauf blicken können Was habt ihr für Erfahrungen mit Gen Z? Und was würdet ihr Händlerinnen und Händlern raten, wenn es darum geht, die Gen Z als nächste Kundengruppe zu betrachten? Vielleicht vorab noch eine Frage Was ist das Gen Z-igste an dir? #: 8#

Michèl Sicher meine Screentime. Wie oft ich doch auf Social Media und an meinem Handy bin. Und die Anglizismen, bei denen ich mich tatsächlich auch ein bisschen zurückhalten muss. Wahrscheinlich heute, weil das schon sehr in meinen Sprachgebrauch reingewandert ist. #: 7#

Lisa Ich bin einer von diesen unglaublich alten Millennials. Ich könnte zur Not auch noch übersetzen. Aber fangen wir vielleicht mal mit der Begriffsdefinition an Wer gehört denn eigentlich zur Gen Z? #: 6#

Michèl Also global gesehen gibt es da verschiedene Definitionen, aber grundsätzlich, so über die meisten Definitionen bestimmt, sind das die Jahrgänge oder Personen mit den Jahrgängen zwischen 1995 bis 2010. Und ich glaube, in ganz vielen Köpfen sind auch Gen Z's immer noch als so super junge Personen abgestempelt. Aber mittlerweile die ältesten Gen Z's sind auch schon 30. So, das ist nicht mehr... das sind nicht mehr die 16-jährigen, das ist Gen Alpha, die jetzt nachrückt. Und ja, da wirklich eine sehr, sehr spannende Zielgruppe, die momentan mitten in ihren Zwanzigern, Mitte 20, Ende 20 steckt. #: 2#

Lisa Ja, und damit ist Gen Z irgendwie nicht mehr die nächste Generation, die man sich für den Arbeitsmarkt vorstellen muss, weil die sind im Arbeitsmarkt angekommen, zu einem großen Teil. Also das ist auch eine total kaufkräftige Zielgruppe. Und ich glaube, aus vielleicht meinem Verständnis von ich habe ein Problem damit, gerade älter zu werden, offenbar, ist für mich Gen Z einfach noch unfassbar jung. Und dann höre ich, ne die sind 30 und denke mir Wie kann das denn sein, ich bin doch noch 30! Aber würdest du sagen, es ist auch so ein Gap in der Gesellschaft, wie die Gen Z gesehen wird und wo sie eigentlich mittlerweile in der Realität angekommen ist? #: 3#

Michèl Also ich glaube auch jetzt so zwischen uns, mit dieser Frage werden wir ganz oft konfrontiert, auch so Okay und wie tickt denn die Gen Z? Und das Ding ist ja, das ist ja kein Monolith, also es gibt nicht die Gen Z, sondern extrem fragmentiert, wie jede Generation ja vorher eigentlich auch schon. Bei uns ist halt nur so mit dem Digitalen, mit dem wir aufgewachsen sind, natürlich eine ganz andere Komponente dazugekommen. Aber grundsätzlich ist es mittlerweile eine der kaufkräftigsten Zielgruppen, die aber teilweise eben trotzdem von vielen Unternehmen immer noch ein bisschen übersehen wird. Ein ganz großer Differenzierungsfaktor ist natürlich eben, wie wir mit Social Media aufgewachsen sind. #: 5#

Lisa Ja, auf jeden Fall. Aber vielleicht kannst du es für uns einmal runterbrechen. Was macht denn die Gen Z aus? Also Social Media nicht nur affin, sondern damit aufgewachsen? Und was noch? #: 9#

Michèl The true Digital Natives! Also ich weiß nicht, wann hattest denn du so deine erste Social Plattform, dein erstes Profil? #: 5#

Lisa Boah das ist... das muss Facebook und StudiVZ gewesen sein. Das sind so meine ersten... ne, bzw. ganz unangenehm, so die erste und Profil- und Chat-Erfahrung hatte ich im Harry Potter Chat in der Grundschule mit meiner besten Freundin. Und wir durften uns in so einem Chatroom anmelden und haben dort gechattet und hatten so eine Harry Potter Fanpage. Aber das ist so weit entfernt von dem, was wir heute Social Media nennen. #: 9#

Michèl Ja, aber es ist schon sehr, sehr spannend. Also bei mir war es auch tatsächlich so, das erste richtige war auch Facebook und das hatte ich irgendwie mit zehn, also schon sehr, sehr jung. #: 2#

Lisa Oh wow, ich war im Studium! #: 9#

Michèl Ja, vielleicht war ich auch schon elf, vorher gab es ja noch Netlog und MSN und alles das. Aber so die erste Plattform, die es auch bis heute gibt, war Facebook. Und das ist natürlich eben etwas, was und eben ich gehöre schon fast zu den Älteren Gen Z's, was natürlich uns richtig stark geprägt hat. Diese globale Vernetzung, dieses Vernetzungsgefühl allgemein und eben so diese True Digital Natives. Was der Gen Z auch viel zugeschrieben wird, ist so dieses Verlangen nach Authentizität, nach Community und oft auch nach Nachhaltigkeit. Aber gerade, wenn es um Konsum geht, gibt es da noch ein paar spannende Fakten. Aber das sind sicher viele Faktoren, die diese Generation geprägt haben. Also ebenes ist nicht so, dass wir damit aufgewachsen sind Hey, du hast die Leute in deiner Stadt, in deinem Dorf und vergleicht sich mit denen. Seit Beginn, eigentlich seit unseren Teenagerjahren, würde ich sagen, sind sehr, sehr viele Gen Z's in dieser digitalen Welt und konnten sich seit dem ersten Tag, since day one, hätte ich jetzt was gesagt, mit eigentlich allen Personen auf der ganzen Welt vergleichen und gleichzeitig aber auch Inspiration sammeln. Und das ist sicher anders, als es bei anderen Generationen vor uns war. #: 4#

Lisa Na und Informationen waren auch einfach immer da, oder? Also ich..., wenn ich zum Beispiel früher Referate vorbereitet habe in der Schule, musste ich in die Bibliothek gehen. Das kann man sich heute ja kaum vorstellen. Ist das auch was, was die Generation geprägt hat? Also mit dem völligen Selbstverständnis von Internet und KI jetzt aufzuwachsen? #: 8#

Michèl Ja, also dieser Informationsaustausch hat natürlich ganz andere Dimensionen angenommen, auch über Social Media. Ganz spannend ist auch, dass unsere Generation politischer ist, auch teilweise als vorherige Generationen. Und viele von diesen Bewegungen sind auch über Social Media dann groß geworden. Und auch da haben sich natürlich ganz viele Personen innerhalb von der Gen Z irgendwie ein Gemeinschaftsgefühl gefunden und auch Informationen. Was damit auch mitkommt, sind auch Falschinformationen. Auch damit sind wir groß geworden. Und diese ganzen Filter Bubbles, Echo Chambers, also diese Echokammern, einfach eine ganz neue Art, wie man in unserer Lebensrealität navigieren muss. #: 2#

Lisa Ich glaube, das ist auch ein Problem zwischen vielleicht Händlerinnen und Händlern auf unserer Plattform, die eben nicht Gen Z sind, dann zu überlegen okay, wenn das eine völlig neue Gruppe ist, die so anders aufgewachsen ist wie ich, wie kann ich die denn richtig adressieren? Kannst du für mich vielleicht mal einordnen, ob sich denn Gen Z's dann auch in ihrem Kaufverhalten unterscheiden? Also muss ich das überhaupt beachten? Muss ich mir da Gedanken machen, dass ich diese neue Käufer*innengruppe anders adressiere, weil sie auch anders einkaufen, also irgendwie auf vielleicht anderen Plattformen? Oder haben sie ein anderes Bedürfnis an den an den Kauf? #: 6#

Michèl Absolut. Also was eigentlich die größte Veränderung ist, ist natürlich zum einen, wie Werbung konsumiert wird. Und was auch ganz spannend ist, ist, dass 70 % von der Kaufentscheidung in der Inspirationsphase gemacht wird und 70 % von dieser Inspirationsphase findet online statt. Also wir holen uns ganz, ganz viel Inspiration, auch von Produkten, die wir kaufen wollen oder die wir begehren über Socials, über digitale Inhalte. Und dort wird die Kaufentscheidung getroffen und es ist nicht mehr vor dem Regal oder wenn man eben einfach durch scrollt auf einer Page, sondern meist findet diese Kaufentscheidung schon über Social statt, weil man das an jemanden sieht oder weil man das Produkt irgendwie cool verkauft bekommt und halt einfach diese ganze Inspirationsphase hat sich extrem verändert oder ist geshiftet, gerade wenn man jetzt die Generation Z unter einer Lupe betrachtet. #: 6#

Lisa Würdest du auch sagen, dass dieser typische Trend, so "Tiktok made me buy it", ist das nicht so, dass das auch so ein totales Gen Z Ding ist? Ich muss zugeben, ich habe so viel über Instagram gekauft. Dinge, von denen ich nicht wusste, dass ich sie brauche. Aber das ist auch ein Unterschied, oder? #: 7#

Michèl Ja, so allgemein Socials, Instagram wie auch Tiktok haben ja gewisse Märkte komplett übernommen oder verändert. Also alleine, wenn ich jetzt BookTok anschaue, so das Leseverhalten auch von der Gen Z, aber auch wie Plattformen wie Tiktok eben auch so die Musikindustrie verändert haben. Natürlich jetzt nicht direkt so Konsumgüter, aber trotzdem Musik und wie das auch konsumiert wird und natürlich eben auch so dieses "Lauf nicht zu DM, rennt!". Und auch allgemein eben "Tiktok made me buy it", auch ich weiß nicht, wie es bei dir ist, was du auch schon für für Produkte oder auch so Spontankäufe gemacht hast, einfach weil du auf Social... #: 9#

Lisa ... das können wir in diesem Podcast jetzt leider nicht disclosen. #: 2#

Michèl Ich kann ja, ich kann ja mich selber exposen. Also weil bei mir muss ich natürlich auch sagen, ich habe schon viele gute Käufe durch Social Media gemacht und das krasse ist ja auch so, die Werbung ist so zugeschnitten, dass du halt auch wirklich oft das findest, was du wirklich auch suchst oder was deinem Kaufverhalten entspricht, was deiner Ästhetik entspricht oder deiner Community. Und trotzdem gibt es natürlich die einen oder anderen Fehlkäufe, die dann einfach so schnell in den Warenkorb gepackt wurden. Es gab noch irgendwie einen Rabatt und dann ja, ist es bei dir und du merkst so, ach ja, stimmt, das war ja um 1100 Uhr abends. #: 7#

Lisa Surprise, auf einmal ist ein Paket da! Michèl, ich habe zwei Fragen dazu. Zum einen, wir haben bei eBay ja auch die Funktion, dass du deine Social-Media-Kanäle mit eBay verknüpfen kannst, und automatisiert Artikel dann auf Instagram oder anderen Social-Kanälen posten kannst. Und wenn Social Media bei, was hast du gesagt, 70 % der Leute in der Kaufentscheidung oder in der Research Phase zum Kauf... #: 5#

Michèl ... in der Inspirationsphase, genau. #: 0#

Lisa Ahja, der Inspirationsphase so eine große Rolle spielt. Ist es was, was du Händler*innen empfehlen würdest, sich eine Social Präsenz aufzubauen, mit den Artikeln schon da zu sein und Social auch für sich als Kanal für Brandbuilding und auch Produktdarstellung zu benutzen? #: 3#

Michèl Absolut! Also gerade, wenn es ein Produkt ist... ich glaube, das muss man natürlich auch immer unterscheiden. Wir sind eine NextGen Agentur. Sei es Alpha, sei es Gen Z oder allgemein Verjüngung auch von Firmen. Wenn man natürlich diese Zielgruppe in den Fokus setzt für das eigene Produkt, das man verkaufen will, dann ist Social eigentlich unumgänglich, würde ich schon fast sagen. Und was auch ganz spannend ist, jetzt auch was ihr hier mit eBay Live macht, ist natürlich eben auch so dieses ganze Live-Shopping, was auch bei dieser Generation oder bei diesen Generationen sehr, sehr beliebt ist und auch die Tendenz steigend ist. Auch gerade, wenn man so ein bisschen Trendbeobachtung auch in den asiatischen Markt macht, aber auch die USA schon sehr, sehr, sehr spannend, was da passiert. #: 9#

Lisa Ja, ich glaube auch, dass wir damit den richtigen Schritt gehen, um als Plattform attraktiv zu sein für die Generation. Obwohl man überrascht ist, wenn wir intern auf die Zahlen gucken, dass es nicht nur die jüngeren Generationen sind, die bei eBay Live kaufen, sondern dass das ein Format ist, was generell allgemein begeistert. Michèl, die zweite Frage, die ich hatte Du hast vorhin nur kurz in einem Halbsatz angedeutet, dass Nachhaltigkeit super wichtig ist. Marktplätze erlauben ja auch einen Vergleich zwischen Produkten und bei eBay sehr stark auch den Vergleich zwischen, wir nennen es Artikelzustände. Also ob ein Telefon, was ich kaufe, das muss nicht unbedingt neu sein, sondern es kann gebraucht sein oder generalüberholt sein. Also aus meiner Perspektive dachte ich immer, dass eBay als Marktplatz für Gen Z ja total attraktiv sein muss, weil man sich entscheiden kann, ob man preissensibler ist oder eben sagt, dass einem Pre-Loved, Nachhaltigkeit, Refurbished, wichtig ist. Würdest du sagen, dass Händlerinnen und Händler auch ein Augenmerk darauf werfen sollten, dass die neue Generation eben auch in unterschiedlichen Artikelzuständen kauft? #: 0#

Michèl Ja, also eben das mit der Nachhaltigkeit ist so ein super spannendes Thema, weil auch oft, wenn wir irgendwie Workshops geben oder auch allgemein irgendwie mal vor Publikum stehen, fragen wir gerne in die Runde Ja okay, was verbindet ihr mit Gen Z? Und dann kommt eben ganz oft ja Nachhaltigkeit, Fridays for Future etc. Und das stimmt ja auch zu gewissen Weisen. Da muss man nochmals erwähnen, eben die Gen Z ist kein Monolith. War noch nie eine Generation. Aber gerade, wenn es um Konsumverhalten geht und Kaufverhalten, sieht man stark, dass Nachhaltigkeit eigentlich gar nicht so ein großes Thema ist, wie man es vielleicht meinen würde. Sonst wären auch Plattformen, sorry, wenn ich jetzt diese Names, wenn ich diese Namen hier droppe, aber Temu, Shein, auch so diese sehr sehr günstigen Plattformen, nicht so erfolgreich bei diesen jungen Zielgruppen. Einfach weil wenn man anschaut, wie das Kaufverhalten der Gen Z ist, dann ist das eben eigentlich eher preissensibel, als dass es nachhaltig geprägt ist. Wenn es hingegen um Branding, um Moralvorstellung gegenüber einer Love Brand geht, dann ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Faktor. Aber nicht beim Produktkauf. #: 4#

Lisa Und Lovebrand, würdest du dann auch sagen, dass das der Gen Z wichtig ist zu wissen, bei wem sie kaufen? Weil eBay ist ja ein Marktplatz, wo sich jeder Händler, jede Händlerin selbst darstellen kann, sehr sehr viel Liebe und Detail auch in jedes Angebot stecken kann. Wir sagen auch immer, dass Artikeloptimierung und ein eigenes Template haben und so super wichtig ist. Ist es ein Unterscheidungsfaktor für Gen Z bei wem Sie einkaufen und bei wem sie dann auch wieder einkaufen? #: 0#

Michèl Gen Z identifiziert sich auch mit vielen Brands. Das heißt, man macht auch gerade wenn es um so diese Lifestylification, wie man das nennt, geht. Das heißt, viele Brands oder Produkte wollen ja auch in einem Lifestyle stattfinden oder in gewissen Bubbles stattfinden, gerade wenn wir jetzt das auf Social betrachten. Und da ist es schon wichtig, dass man mit diesen moralischen Werten übereinstimmt und das heißt auch wenn man wie Fan von einer Brand ist oder auch von einem Marktplatz, dann spielt das natürlich eine große Rolle. Aber ich sage jetzt für das Produkt selbst rein so Kaufverhaltensbeobachtung weniger relevant. #: 7#

Lisa Und was sind dann aber so die Vertrauenshebel? Also was kann ich dann in die Waagschale werfen, um der Gen Z gegenüber zu sagen Hey, ich bin hier ein guter Händler, gute Händlerin, kauft bei mir. #: 2#

Michèl Also natürlich ist es so das Thema Authentizität, was ja fast schon ein bisschen Unwort ist. So alles soll authentisch sein, aber ich glaube trotzdem, dass es sehr wichtig ist, und das sieht man auch so im Kaufverhalten der Gen Z, wie so ein transparenter Einblick, und umso transparenter das ist es, umso besser funktioniert es. Und damit einhergehend ist auch die Einfachheit so, wenn man sich über 50 verschiedene Sachen informieren muss und irgendwie schauen muss Ja okay, passt jetzt dieses Auto wirklich zu meinem Auto oder wird mir das irgendwie einfach gemacht? Ich glaube auch an dieser Stelle so um das Verhalten der Gen Z... weil wir werden ja oft auch so ein bisschen als ja sehr fordernd beschrieben. Liegt aber halt auch einfach daran, dass uns sehr, sehr viel auch im Vergleich mitgegeben wurde. Also das heißt, wir sind aufgewachsen mit Plattformen wie Netflix, Spotify. Plattformen, wo man Flüge vergleichen konnte, wenn man in den Urlaub fliegt. Und das heißt, wir mussten nie irgendwie in ein Reisebüro oder groß in einen Laden, sondern es wurde uns halt alles präsentiert und es wurde gleich so aufgelistet Okay, das ist der günstigste Preis, da hast du am wenigsten Zwischenstopps, da bekommst du das beste Angebot. Und das überträgt sich dann natürlich auch automatisch, ich glaube, da kann man auch gar nicht irgendwie wütend sein, sondern es ist halt ganz natürlich, wenn man damit aufgewachsen ist, dann überträgt sich das auch allgemein ins Konsumverhalten. Und umso simpler und einfacher das es ist, umso besser. Jetzt gerade auch mit KI. Ich meine, da kannst du eigentlich alles noch einfacher vergleichen und dir Informationen beschaffen und so diese nicht zu verkopft, nicht zu kompliziert machen. Das... dann funktioniert es gut. #: 0#

Lisa Das heißt durch die krasse Vergleichbarkeit, die ich irgendwie so gewohnt bin, vergleiche ich irgendwie auch Angebote. Und das, wo ich am ehesten das Gefühl habe, das ist das, was ich suche oder dass das, was zu mir passt und das erfüllt irgendwie meine Erwartung, da schlage ich zu. #: 8#

Michèl Genau. Würde ich genauso sagen. #: 5#

Lisa Was wir sonst immer ganz viel erzählen, ist irgendwie, dass man sich den ganzen Prozess des Verkaufens auf eBay anschauen muss und dass man auch gucken muss, wie macht man Kundenbindung danach? Wie verschickt man? Kunden wollen nichts für Versand zahlen. Die wollen den Versand möglichst schnell. Die wollen eine Sendungsnummer auf jeden Fall dazu haben, um da irgendwie Transparenz reinzubekommen, wann ist denn mein Paket bei mir? Gibt es da Unterschiede bei den Gen Z? Also sind die besonders ungeduldig und sagen auch irgendwie Ich bin Next day Delivery gewöhnt, oder? #: 6#

Michèl Spannende Frage, weil zum Beispiel, wir sitzen in der Schweiz, aber mit Betreuung von vielen deutschen Kunden sehen da auch ein Unterschied zwischen Deutschland und der Schweiz. Weil in Deutschland ist so Next Day Delivery viel üblicher. Das gibt's in der Schweiz gar nicht so stark, das gibt's schon noch teilweise, aber man rechnet schon mit ein paar Tagen Versandzeit. Und gerade auch wenn es bei uns um Zoll und so geht, auch aus dem Ausland, muss man da extra Tage mit einberechnen. Das heißt auch da, wenn wir jetzt zum Beispiel von der Gen Z in Deutschland sprechen, ist schon so diese Erwartungshaltung, dass man eben, wenn man jetzt einen Kauf macht, will man eigentlich nicht drei Wochen darauf warten, sondern das soll dann möglichst schnell gehen. Das soll möglichst transparent sein. Ich glaube auch, um auf das vorherige Thema zurückzukommen, deshalb funktioniert halt eben auch Live-Shopping so gut, weil du hast eben dieses authentische, dieses transparente, du siehst das Produkt in Action, du siehst Verkäufer, Verkäuferin und du kannst den Kauf ganz unkompliziert gleich vollenden und dann kommt es zu dir. Und ja, umso einfacher, umso besser, umso mehr kauft die Gen Z. #: 0#

Lisa Ja, und ich kann ja auch im Live direkt Fragen stellen. Also mir wird ja auch eine Unsicherheit genommen, wenn ich zum Beispiel frage, keine Ahnung, wie fällt das Kleidungsstück aus oder passt es zu XYZ? Oder kannst du es vielleicht noch mal auf rechts oder links drehen, damit ich es mir noch mal genau angucken kann? Michèl, wie geht denn die Gen Z mit negativen Erfahrungen um? Also weil so sehr wir uns das auch wünschen, im E-Commerce geht nicht immer alles glatt. Wie doll verzeiht denn die Gen Z? #: 0#

Michèl Ich würde halt auch sagen, dass da diese Vergleichbarkeit wirklich auch wieder so, ja nicht unbedingt förderlich ist, wenn man eine negative Erfahrung mit einem Shop hat, weil es gibt zig andere, die ähnliches anbieten. Das heißt, wenn man mal was bestellt und es ist gut, dann bestellt man gerne wieder - Alles top. Gerne wieder! Aber wenn halt die Erfahrung nicht gut war, dann gibt es ganz, ganz viele Alternativen. Und das Spannende ist ja auch, dass eigentlich so die Gen Z jetzt gerade so, die größte Lifetime-Value mitbringt, wenn es um Kundschaft geht. Also ganz viele Gen Z's, die haben ja... bilden erst jetzt eben so ihre Vertrautheit-Brand auf. Ich glaube, das war kein Wort. Aber damit meine ich einfach, wir sind noch nicht so... mein Vater zum Beispiel kauft seit 30 Jahren Gillette-Rasierer. Den wirst du davon nicht mehr wegbringen. Und wir sind erst in dieser Entscheidungsphase. Das heißt, wenn man natürlich auch jetzt jemanden für eine Band oder für eine Plattform, für einen Markt begeistern kann, ja, dann ist die Chance natürlich groß, dass das für lange Zeit dann auch bleibt. Aber natürlich kommt auch wieder diese Vergleichbarkeit. #: 5#

Lisa Das ist total spannend. Ich überlege gerade, bei welchen Produkten ich so mir überhaupt nicht mehr vorstellen könnte, woanders hinzugehen. Und bei mir ist zum Beispiel auf jeden Fall Apple. #: 7#

Michèl Ja, same! #: 5#

Lisa Ich könnte mir nicht vorstellen, ein anderes Telefon zu haben als ein iPhone oder einen anderen Computer als einen Mac. Und davon gibt es glaube ich super viele Beispiele. #: 6#

Michèl Auch nur schon in so Zahnbürsten. Da sind wir ehrlich. Ich benutze irgendwie von der Zahnbürste so die gleiche Brand schon seit Jahren. #: 3#

Lisa Ja, ich habe heute eine neue elektrische Zahnbürste bekommen. Und es ist genau die gleiche, die ich davor hatte, die einfach nicht mehr so gut vom Akku war, ja. #: 5#

Michèl So ein neueres Modell, aber ist gleiche Marke gleiche Brand Ja, genau gleich bei mir. Vielleicht die, die zuhören, können sich das ja auch schon mal fragen Was gibt es, was irgendwie schon super lange so in der eigenen Routine so fest integriert ist. Da könnte es auch etwas viel Besseres und Günstigeres geben. Aber man bleibt trotzdem bei der Brand, weil man weiß, was man bekommt. #: 8#

Lisa Du hast eben gesagt ja, wenn es funktioniert, dann Alles top. Gerne wieder! Macht man und wenn nicht, dann nicht. Und es passt zu einer Rubrik, die wir eingefügt haben, vor ein paar Wochen mittlerweile und die heißt Gerne nie wieder! Du hast jetzt die Chance, etwas zu bestimmen, was wir nach diesem Podcast in der Vergangenheit lassen, weil du sagst XYZ - Gerne nie wieder! #: 2#

Michèl Okay, jetzt muss ich kurz überlegen, aber das Erste was mir einfällt, ist wirklich so die Gen Z zu generalisieren oder auch die Gen Alpha - Gerne nie wieder! Sondern wirklich auch individuell auf sie einzugehen und die wirklich auch als Zielgruppe, aber auch als Mitarbeitende, als einfach fester Bestandteil von unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft so wahrnehmen. Und es gab immer Veränderung. Es wird auch immer Veränderung geben. Und wenn man da nicht mitgeht, dann hängt man ab. Und ich glaube da einfach diese Bereitschaft zu fördern, diesen Austausch auch untereinander zu haben - das gerne wieder. Aber so diese Generalisierung - gerne nie wieder. Ich weiß nicht, ob das jetzt passend war. #: 5#

Lisa Das war total passend! Und ich glaube, das ist ein super Übergang, auch irgendwie so in unseren letzten Teil der Aufnahme heute, bei dem ich eigentlich gerne noch mal so zusammenfassen würde, warum man sich die Generation Z anschauen sollte oder auch danach die Generation Alpha und warum man einfach, wie du sagst, wenn man das nicht tut, dann verliert man, dann verliert man irgendwie so die Käufer*innen der Zukunft. Es gibt ja so diesen Spruch Wer nicht mit der Zeit geht, wird mit der Zeit gehen. Und sagen wir irgendwie ganz viel zu KI und technischem Fortschritt. Aber ich finde, es passt halt auch auf Generation. Wenn du dich mit der neuen Generation nicht auseinandersetzt, zum Beispiel auch wie sie spricht und wie du vielleicht dann deine Angebote anpassen musst. Wir hatten im Vorgespräch haben wir mit einer Kollegin gesprochen, die meinte, Dinge heißen anders bei der Gen Z. Also wenn ich zum Beispiel nach einer nach einem Portemonnaie in einer Geldtasche nach einer Geldbörse suchen würde, sucht Gen Z vielleicht einfach nach dem Wallet, weil das Wallet auf dem Handy so klar das Wallet ist. Und das hat mich sehr zum Nachdenken angeregt, wo mein Sprachgebrauch anders ist und wo man dann bei eBay, aber dadurch, dass es eine Schlagwortsuche bei eBay gibt und eben einen Titel, den man anpassen kann, auch ein totaler Vorteil ist jetzt, sich zu überlegen, wo kann ich mit meinen Angeboten auf eBay und wie ich sie anpasse, eben eine Generation abholen, die andere noch nicht abholen. Fallem dir... also wir haben Wallet jetzt als Beispiel, aber hast du vielleicht andere Beispiele, wo du sagst Boah, da würde ich sofort nachgucken, weil die Gen Z Dinge anders benennt oder anders sucht? #: 6#

Michèl Ich glaube, es sind ganz viele Anglizismen. Das ist so das, was ich mitgeben kann. Ich glaube, es suchen wenige Gen Z's nach Hautpflege, sondern es ist Skincare. #: 2#

Lisa Skincare. Ja, das ist ein super Beispiel. #: 2#

Michèl Ja oder es ist Suchen eben, ich finde, Wallet ist auch wirklich ein tolles Beispiel. Es ist auch ein Gadget. Ich glaube nicht unbedingt, dass das Zubehör ist, sondern es ist ein Gadget. Auch wenn andere Sachen aufkommen, die irgendwie so geprägt... #: 4#

Lisa Ja, oder auch eine iPhone-Hülle ist wahrscheinlich nicht mehr in der iPhone-Hülle, sondern ein iPhone Case, oder? #: 0#

Michèl iPhone Case, ja. Ja und ich würde eben auch behaupten, dass auch das, eben weil da regen sich ja auch viele darüber auf so ja, sprecht doch Deutsch. Es gibt wunderschöne Deutsche, das stimmt auch. Aber durch diese Globalisierung und Vernetzung, wo man halt auch ganz viel Content oder Inhalte von vielen Menschen aus der ganzen Welt konsumiert, bringen sich halt so englische Wörter auch wirklich in diesen Sprachgebrauch mit ein. Ja, also da super spannend und da würde ich auch wirklich sagen, so, diese Schlagwörter können auch gut mal Englisch sein und man kann auch gut mal irgendwie bei Tiktok oder Instagram nachschauen Okay, wenn ich jetzt nach iPhone-Hülle suche, wie viele Posts gibt es dazu? Und wenn ich dann aber nach iPhone-Case suche, wie viel gibt es da dazu und wie viele sind auch trotzdem aus Deutschland von denen enthalten? #: 1#

Lisa Und ich glaube, das sind zwei Dinge, die man auf jeden Fall von heute schon mal mitnehmen kann Zum einen Social First, also die Inspiration funktioniert auf Social. Ich muss mit meinen Produkten auf Social stattfinden. Social Commerce kann ich mir nicht entgehen lassen, wenn ich an Gen Z denke. Und das zweite Die Gen Z spricht anders. Anglizismen verstehen sie, weil Englisch auch einfach absolut gelernte und gelebte Sprache ist, was Musik, Kultur und alles angeht. Die Leute lernen sehr viel früher Englisch, leben ganz ganz viel Inhalte auf Englisch. Ich glaube, das ist nicht meine Empfehlung, alle Angebote auf Englisch in Deutschland anzustellen, überhaupt nicht. Aber ich glaube das sich öffnen zu Anglizismen, was der Duden ja auch tut, das ist ja so gefühlt das höchste Gut in unserer deutschen Sprache, wie das manchmal ist, kann man sich glaube ich für eBay-Angebote auch mitnehmen. Wenn man die Folge jetzt hört und sich überlegt Okay, was sind denn jetzt die Dinge, die ich tun muss, um ein gutes Setup zu haben für die Gen Z? Was würdest du sagen, sind die Dinge, die sich Händlerinnen und Händler noch angucken sollten? #: 9#

Michèl Früher oder auch heute noch hat man ja ganz stark von so Zielgruppen gesprochen, gerade wenn es um Verkauf geht. Und ich würde behaupten, Zielgruppen sind aber oft so demografisch festgelegt, eben zum Beispiel Alter, Wohnort, Geschlecht. Und das ist durch diese Fragmentierung in der digitalen Welt der Gen Z viel, viel stärker in so Bubbles aufgeteilt worden. Bubbles, so diese Filterblasen, dass man sich viel stärker in so Communitys aufhält und eigentlich gar nicht mehr so demographisch vorgeht. Es sind nicht mehr die 20-jährigen, die alle das gleiche cool finden, sondern, ist es ganz stark in diesen Subnischen, diesen Subkulturen. Und gerade wenn man ein Produkt verkauft, finde ich es halt auch super spannend, sich zu überlegen Okay, und in welche Nischen, in welche Subkulturen passt mein Produkt rein? Wen muss ich erreichen und wie muss auch so dieses Messaging dort aussehen? Das ist auch etwas, was wir ganz oft bei uns machen oder wo wir auch unterstützen. Weil ich..., weil das so eine neue Art ist, wie auch Werbung gemacht werden kann, wie verkauft werden kann. Und ich finde, das ist aber auch so cool und spannend in der Popkultur zu betrachten, wie sich das so verändert hat oder wie das allgemein irgendwie ja einfach neu gedacht werden muss. Ich weiß nicht, ob das jetzt deine Frage genau beantwortet hat, aber ich glaube schon so, dieses es nicht mehr so zu verallgemeinert irgendwie Produkte verkaufen wollen und dieses Produkt ist für alle. Natürlich, wenn du jetzt eine Zahnbürste verkaufst, das ist vielleicht etwas anderes, aber sobald es so irgendwie trotzdem ein bisschen nischiger wird, auch wirklich so sich zu überlegen, wie kann ich diese Zielgruppe, ich habe jetzt extra Zielgruppe gesagt, aber eigentlich diese Bubble ansprechen? #: 0#

Lisa Ja, ich glaube, das ist, was wir immer empfehlen, sich zu überlegen wer kauft denn da eigentlich mein Produkt oder wer soll mein Produkt kaufen? Und da vielleicht von sich selbst ein bisschen weggehen und zu gucken, wie kaufen die anderen Generationen mein Produkt. Und das ehrlich gesagt, egal, ob es älter oder jünger ist... #: 3#

Michèl Das stimmt. #: 8#

Lisa Also so ein so ein Bias aus dem, was man selbst kennt und mag und wie man sich selbst verhält, den hat man, glaube ich, immer. Und ich glaube, wenn uns eines heute aufwecken kann, dann, dass alle Generationen auch so ein bisschen anders funktionieren, dass sie anders aufgewachsen sind, von anderen Sachen geprägt sind. Und dass ich total sinnvoll ist, sich eben mit den Prägungen und Lebensweisen der anderen Generation auseinanderzusetzen, um eben das Gros der Leute irgendwie für sich dann auf die Produkte zu lenken und einen guten Abverkauf zu generieren. #: 8#

Michèl Absolut! Und trotzdem muss man ja auch sagen irgendwie Generationen unterscheiden sich ja doch nicht so krass. Ich glaube, es sind so diese prägenden... so wie sie aufgewachsen sind und wie man sich halt Sachen gewohnt sind und wie sich Wirtschaft, Werbung alles so verändert hat, dass natürlich aber auch zu diesen Austausch und zu dieser Offenheit, das ist ja auch etwas, was uns irgendwie wichtig ist, so diese Offenheit aufeinander zuzugehen, diese Brücken zu bauen. Weil wenn wir alle gemeinsam an den Tisch kommen, dann wird es richtig gut. #: 3#

Lisa Das ist doch eigentlich ein schönes Schlusswort. Wenn wir alle an den Tisch kommen, dann wird es richtig gut. Ich glaube, wir haben heute noch mal das geschafft, auf die Generationen Z zu gucken und so ein bisschen Angst zu nehmen vor der Generation. Weil, wie du sagst, so doll unterscheiden wir uns dann doch nicht. Und wenn man sich in die Generation Z einmal hineinversetzt und sich überlegt, was der Unterschied ist zwischen einem selbst und der Generation Z. Dann fallen einem, glaube ich, ganz schnell Stellschrauben ein, die verwandt sein können. Egal, ob das für die, die von Nachhaltigkeit geprägt sind, dann eben ein Refurbished-Angebot ist oder ob ich es halt total transparent geliefert und authentisch dargestellt und mich als Verkäufer*in auch authentisch dargestellt habe, um die abzuholen, denen das wichtig ist oder ich eben gucke, muss ich ganz simpel mein Angebot einfach auf der Plattform dort in Social Media präsentieren, wo eine Entscheidung für den Kauf getroffen werden kann. Oder wenn ich eben auf der Plattform wie eBay gefunden werden möchte, von den Leuten, dass ich mich entsprechend darstelle mit den Anglizismen oder richtigen Produktbeschreibungen, dass auch eine Generation Z mich findet. #: 6#

Michèl I agree! #: 4#

Lisa Ich glaube, wir müssen dann einfach in ein paar Jahren vielleicht einfach mal eine Folge zu Gen Alpha machen, weil ich befürchte, dass die Leute neue Generationen immer als anders wahrnehmen als neu wahrnehmen und so wie jetzt heute hier von dir erklärt bekommen müssen. #: 6#

Michèl So ist es. Und ja, vielleicht dann eben, wenn dann die Gen Alpha auf die 30 zugeht. #: 0#

Lisa Dann sind wir vielleicht schon zu alt. Wer weiß, vielleicht gibt es dann gar keine Podcasts mehr, aber wir werden es erleben. Vielen, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit genommen hast und vielen Dank an alle Zuhörenden. Tschüss! #: 6#

Michèl Dankeschön, Tschüss! #: 1#

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