Was beim Versand eurer eBay-Bestellungen wirklich zählt
Shownotes
Schnell geliefert oder zuverlässig versendet – was ist beim Versand wirklich entscheidend? Und wie können Onlinehändler*innen ihre Versandprozesse optimieren, ohne dabei den Überblick zu verlieren?
In dieser Special Podcastfolge, aufgenommen auf der eBay OPEN 2026 in Berlin, spricht Isabell Butterwegge mit drei Experten von eBay, JTL und Asendia darüber, wie guter Versand zum echten Erfolgsfaktor im E-Commerce wird.
Gemeinsam werfen Dirk Meusel, Head of Shipping eBay Deutschland, Tim Metternich, Business Lead TDN/FFN JTL-Software-GmbH, und Thomas Berger, Chief Digital & Marketing Officer bei Asendia, einen Blick hinter die Kulissen der Versandlogistik und verraten, worauf es bei Lieferzeiten, Fulfillment, Sendungsverfolgung und Kundenzufriedenheit wirklich ankommt.
🎧 Jetzt reinhören und entdecken, wie du deinen eBay-Versand zuverlässiger, effizienter und kundenfreundlicher gestalten kannst!
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00:00:00 bis 00:02:40: Einstieg, Vorstellung der Gäste & Bedeutung von gutem Versand
00:02:40 bis 00:04:36: Kundenerwartungen, Datenqualität & Versandvorbereitung
00:04:36 bis 00:06:06: Versandprozesse, Automatisierung & realistisches Lieferversprechen
00:06:06 bis 00:08:29: Internationaler Versand, Skalierung & Fulfillment-Lösungen
00:08:29 bis 00:11:39: Liefergeschwindigkeit, Zuverlässigkeit & Kundenvertrauen
00:11:39 bis 00:14:32: Bearbeitungszeiten, Cut-off-Zeiten & Versandoptimierung
00:14:32 bis 00:16:28: Lieferverzögerungen & proaktive Kundenkommunikation
00:16:28 bis 00:17:49: Tracking, Transparenz & Umgang mit Versandproblemen
00:17:49 bis 00:18:41: Datenanalyse, Automatisierung & KI im Versand
00:18:41 bis 00:21:41: Abschließende Tipps, Prozessoptimierung & wichtigste Learnings
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00:00:00: Tim: Schaut euch nicht die Themen an, die alle funktionieren,
00:00:02: Tim: sondern schaut euch einfach die Themen an, die nicht funktionieren.
00:00:06: Tim: Geht da wirklich rein bis zur letzten Stufe,
00:00:08: Tim: exerziert den ganzen Prozess durch und wenn ihr da einen Case komplett aufarbeitet,
00:00:12: Tim: erschlagt ihr wahrscheinlich für die Zukunft wieder 100 weitere.
00:00:15: Isabell: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von „Alles top.
00:00:19: Isabell: Gerne wieder!“ – dem eBay Podcast rund um Handel und E-Commerce.
00:00:23: Isabell: Mein Name ist Isabell Butterwegge und heute hört ihr uns live von der eBay OPEN in Berlin.
00:00:29: Isabell: Bestellt, bezahlt und dann beginnt ein Prozess, der für Käuferinnen oft ganz einfach aussieht,
00:00:35: Isabell: hinter den Kulissen aber aus vielen einzelnen Schritten besteht.
00:00:38: Isabell: Vom Lager über das Lieferversprechen bis hin zu Tracking, Zustellung und Retouren.
00:00:44: Isabell: In dieser Folge schauen wir deshalb darauf, was guten Versand wirklich ausmacht,
00:00:48: Isabell: wo im Alltag typische Herausforderungen entstehen und an welchen Stellen HändlerInnen selbst
00:00:54: Isabell: ansetzen können,
00:00:55: Isabell: um ihre Prozesse zuverlässiger und die Delivery Experience für ihre Kundinnen noch besser zu
00:01:01: Isabell: machen. Dafür bringen wir heute unterschiedliche Perspektiven aus Marktplatz,
00:01:05: Isabell: Logistik und Technologie zusammen. Direkt hier auf der eBay OPEN.
00:01:10: Isabell: Es ist doch schön, nicht alleine hier auf der Bühne zu sein.
00:01:13: Isabell: Schön, dass ihr drei da seid.
00:01:15: Isabell: Ich würde euch noch mal für unser Publikum alle nacheinander vorstellen.
00:01:20: Isabell: Wir haben gerade schon gehört, Thomas, du bist von Asendia.
00:01:24: Isabell: Da verantwortest du Marketing, Business Applications und Commercial.
00:01:29: Isabell: Vielleicht noch mal für die Audience.
00:01:31: Isabell: Asendia unterstützt beim internationalen Versand und verbindet quasi Transport ins Zielland mit
00:01:37: Isabell: den lokalen Versandpartnern.
00:01:39: Isabell: Und du wirst uns heute ein paar Einblicke geben darin,
00:01:43: Isabell: was eigentlich guten Versand wirklich ausmacht und wie da Transparenz und Verlässlichkeit mit
00:01:49: Isabell: reinspielen. Dann haben wir daneben Tim von JTL.
00:01:52: Isabell: Er ist Business Lead für das Produkt Fulfillment Network.
00:01:56: Isabell: Und Tim wird uns heute in die Welt der Daten etwas mehr Einblicke geben.
00:02:01: Isabell: Und Automatisierung. Und daneben haben wir Dirk Meusel von eBay.
00:02:05: Isabell: Dirk ist bei uns Head of Shipping Operations und wird uns heute etwas mehr den Blick der
00:02:11: Isabell: Kundenerwartungen mit an die Hand geben.
00:02:14: Isabell: Ich finde, wenn man an das Thema Versand denkt, da hat jeder irgendwie so ein Bild vor Augen,
00:02:20: Isabell: was eigentlich einen guten Versand ausmacht.
00:02:23: Isabell: Ich glaube jeder im Raum ist regelmäßiger Besteller bzw Bestellerin.
00:02:27: Isabell: Vielleicht könnt ihr nacheinander mal in einem Satz zusammenfassen,
00:02:32: Isabell: was ist für euch der wichtigste Moment, wenn ihr an das Thema Versand denkt.
00:02:37: Isabell: Dirk, vielleicht kannst du einmal anfangen.
00:02:40: Dirk: Ja, gerne, für mich ist der wichtigste und schönste Moment eigentlich der,
00:02:44: Dirk: in dem das Versprechen an den Kunden eingelöst wird.
00:02:47: Dirk: Also, wenn die Erwartungen des Kunden in Erfüllung gehen.
00:02:50: Dirk: Die Kunden haben sich ein Produkt auf eBay ausgesucht, haben bestimmte Erwartungen,
00:02:55: Dirk: haben sich die Versandbedingungen durchgelesen, haben sich damit beschäftigt und erwarten nun,
00:03:01: Dirk: dass alles gut funktioniert. Es klingt relativ selbstverständlich,
00:03:05: Dirk: da stecken relativ viel komplexere Prozesse hinter und letzten Endes ist es das,
00:03:09: Dirk: woran wir als Händler und eBay zusammen gemessen werden.
00:03:13: Isabell: Tim, was ist für dich aus deiner Sicht der wichtigste Moment?
00:03:15: Tim: Ja, also als Privatkunde möchte ich natürlich, dass mein Paket dann ankommt,
00:03:20: Tim: wenn es mir versprochen wird.
00:03:22: Tim: Jetzt aus der beruflichen Sicht denke ich an das Thema Daten, gerade schon angesprochen.
00:03:27: Tim: Also es ist an sehr vielen Schnittpunkten von der Bestellung bis letztendlich zur Paketübergabe
00:03:32: Tim: passieren natürlich Dinge. Und aus meiner Sicht ist es sehr essenziell,
00:03:36: Tim: dass bereits bei der Übergabe vom System ans Lager alle Informationen richtig sind.
00:03:41: Tim: Das ist so die erste Brücke, wo es zu Problemen kommen kann.
00:03:45: Isabell: Thomas, magst du einmal abschließen?
00:03:46: Thomas: Ja, das ist ein bisschen die Frage. Aus welcher Sicht betrachtet man das?
00:03:50: Thomas: Was ist der wichtigste Moment aus Händlersicht?
00:03:52: Thomas: Andersrum betrachtet wenn man das aus Käufersicht betrachtet,
00:03:55: Thomas: dann ergibt sich automatisch für den Händler ein ganz wichtiger Punkt.
00:03:58: Thomas: Aus Käufersicht betrachtet die Erwartungshaltung.
00:04:00: Thomas: Wie gut kenne ich als Händler meinen Käufer?
00:04:02: Thomas: Gar nicht die Technik dahinter und die Schritte und die Prozesse.
00:04:05: Thomas: Also die Frage: Was ist mein Produkt? Was ist die Zielgruppe der Kunde?
00:04:08: Thomas: Und daraus ergibt sich für den Händler,
00:04:10: Thomas: dass Versandvorbereitung inklusive dieses Wissens der richtige und wichtigste Moment ist.
00:04:14: Isabell: Ja, ich glaube, ihr habt gerade alle drei schon einen wichtigen Punkt angesprochen.
00:04:18: Isabell: Wir müssen heute immer mal wieder auf die Kundensicht schauen,
00:04:21: Isabell: als auch auf die Händler*innen-Sicht.
00:04:23: Isabell: Jetzt lass uns mal mit der Seller-Sicht quasi starten.
00:04:26: Isabell: Also wenn ich an den Alltag denke,
00:04:27: Isabell: ich komme morgens ins Büro rein und hatte schon ein paar Bestellungen,
00:04:31: Isabell: die bei mir eingegangen sind.
00:04:32: Isabell: Tim, was sollte dann im Backend bei mir idealerweise direkt passieren?
00:04:36: Tim: Ja, also es ist natürlich immer die Frage, wie groß ist man selbst als Händler?
00:04:39: Tim: Und ab wann wird man vielleicht doch überfordert?
00:04:42: Tim: Du hast jetzt gerade angesprochen, dass es ein Backend gibt.
00:04:44: Tim: Also meiner Meinung nach sollte man erstmal überhaupt sicherstellen,
00:04:48: Tim: dass man eine systemische Lösung im Hintergrund laufen hat, die einem Sachen abnehmen kann.
00:04:52: Tim: Ich denke, wir werden gleich auch sicherlich das Thema KI noch mal betrachten.
00:04:56: Tim: Wo kann eine KI unterstützen? Inwiefern ist es hilfreich?
00:04:59: Tim: Und am Ende werden wir dann zu dem Entschluss kommen, dass wenn die Basis nicht stimmt,
00:05:03: Tim: deine Systeme nicht sauber eingestellt sind, deine Daten nicht stimmen,
00:05:06: Tim: dass dann die KI dich auch nicht unterstützen kann.
00:05:09: Isabell: Dirk, ich schaue jetzt gerade mal so ein bisschen in deine Richtung.
00:05:12: Isabell: Tim hat gerade gesagt die Verantwortung gegenüber dem Kunden, die beginnt,
00:05:15: Isabell: wenn ich die Bestellung bekomme.
00:05:16: Isabell: Aber die Verantwortung gegenüber dem Kunden, die beginnt ja eigentlich noch ein bisschen eher,
00:05:20: Isabell: oder?
00:05:21: Dirk: Absolut. Die beginnt dann, wenn ich das Angebot im Grunde stricke.
00:05:24: Dirk: Also wenn ich mein Listing mache und mir angucke, was sind denn die Erwartungen,
00:05:29: Dirk: die ein Kunde an den Versand hat? Und da gibt es vier Komponenten.
00:05:32: Dirk: Das eine ist natürlich die Liefergeschwindigkeit.
00:05:35: Dirk: Also biete ich ein attraktives, realistisches Lieferversprechen an?
00:05:38: Dirk: Wie sieht es mit den Versandkosten aus und wie zuverlässig kann ich das Ganze abbilden?
00:05:43: Dirk: Das sind so die wesentlichen Faktoren,
00:05:45: Dirk: die dann eben vorher schon auf jeden Fall berücksichtigt werden sollten.
00:05:48: Isabell: Okay, das heißt, ich habe mich mit dem Lieferversprechen auseinandergesetzt.
00:05:53: Isabell: Ich habe mein Angebot erstellt, die Bestellung ist reingekommen.
00:05:56: Isabell: Ich habe idealerweise mal irgendeine Art Backend für mich aufgebaut,
00:06:00: Isabell: um diese Bestellung zu verarbeiten.
00:06:02: Isabell: Thomas, gibt es dann etwas, was ich schon beim Packen berücksichtigen kann?
00:06:06: Thomas: Wenn wir über Pakete reden, dann gehört nicht nur das physische Paket dazu,
00:06:10: Thomas: sondern auch immer ein Datenpaket.
00:06:11: Thomas: Du hast da was schon erwähnt wenn man in die Versandkette guckt und was dort passieren kann,
00:06:16: Thomas: ist in der Vorbereitung sicherlich die Datenbasis.
00:06:19: Thomas: Damit meint man sowohl die Stammdaten von Kunden als auch die Stammdaten meiner Produkte.
00:06:23: Thomas: Und daraus ableiten kann ich eine richtige Versandlösung für mich eruieren und finden.
00:06:27: Thomas: Und aus der ergibt sich ein Versandversprechen.
00:06:30: Thomas: Und da muss ich halt verschiedene Faktoren wissen.
00:06:32: Thomas: Das ist in welche Länder versende ich?
00:06:34: Thomas: Liefergepflogenheiten sind unterschiedlich in den unterschiedlichen Ländern.
00:06:38: Thomas: Welches Versprechen gebe ich meinen Kunden Und matcht die Lösung, die ich im Versand benutze,
00:06:42: Thomas: dann auch mit den Erwartungshaltungen lokal in den Ländern?
00:06:45: Thomas: Und das ist etwas, wo ich als Händler natürlich gucken muss,
00:06:48: Thomas: dass das gerade beim Skalieren auch international skalieren,
00:06:51: Thomas: dass ich das von vornherein berücksichtige und im Hintergrund darauf vorbereite,
00:06:55: Thomas: dann diese Eigenheiten bedienen zu können.
00:06:58: Tim: Ja, du hast ja gerade auch schon gesagt.
00:06:59: Tim: Gerade wenn es international geht, wenn man expandiert.
00:07:02: Tim: Das ist das, was ich vorhin meinte Mit an welcher Stelle stehe ich als Händler überhaupt?
00:07:06: Tim: Also vielleicht fangen welche an, die Rasierklingen aus dem Keller zu versenden.
00:07:10: Tim: Aber die Frage ist ja, ab wann möchte ich vielleicht mein Fulfillment auch abgeben?
00:07:14: Tim: Und welche Ängste bringe ich mit, wenn ich mein Fulfillment abgebe?
00:07:18: Tim: Welche Benefits ziehe ich aber daraus?
00:07:19: Tim: Und als kleiner Händler ist das, glaube ich, eine sehr, sehr schwierige Entscheidung.
00:07:24: Tim: Bis man sich so die Fakten anguckt.
00:07:25: Tim: Am Ende macht es keinen Sinn mehr, die Rasierklingen aus dem Keller in die USA zu versenden.
00:07:30: Tim: Das ist einfach nicht sinnig.
00:07:31: Tim: Man muss sich einfach als Händler Gedanken machen Ab wann kann ich skalieren?
00:07:35: Tim: Wie finde ich den richtigen Fulfillment-Partner?
00:07:37: Tim: Welches Programm macht für mich Sinn?
00:07:39: Tim: Und dann kommt man überhaupt erst ins Rollen.
00:07:41: Isabell: Was sind denn so typische Ängste, die dir aus deinem Alltag bekannt sind von Händlerinnen?
00:07:47: Tim: Also es ist natürlich im Fulfillment so, dass es ein paar Faktoren gibt, bei denen du merkst,
00:07:51: Tim: okay, das wird jetzt vielleicht too much. Es kann sein,
00:07:54: Tim: ich kriege am Morgen zu viele Bestellungen ins System und dann sehe ich erst mal 60
00:07:59: Tim: Lieferadressen sind nicht gültig. Dann arbeitet man manuell nach.
00:08:02: Tim: Dafür gibt es natürlich heutzutage auch Lösungen.
00:08:04: Tim: Oder man sieht einen neuen Markt. Ein neuer Marktplatz eröffnet sich.
00:08:08: Tim: Man möchte gerne auf diesen Marktplatz gehen, oder?
00:08:11: Tim: Dann überlege ich Wie kann ich eBay implementieren auf diese Art und Weise?
00:08:15: Tim: Wie kann ich über einen Marktplatz eBay International gehen?
00:08:18: Tim: Und da musst du natürlich schauen, welche Fulfillment-Lösung bietet mir das an?
00:08:22: Tim: Und wer ist der richtige Partner?
00:08:23: Thomas: Da kann man noch gut ergänzen Es ist eigentlich schon gut, wenn Ängste da sind, weil das heißt,
00:08:27: Thomas: man hat sich mit der Thematik auseinandergesetzt.
00:08:29: Isabell: Das ist auch eine schöne Ansicht. Ich fasse noch mal zusammen.
00:08:32: Isabell: Das Wichtige ist,
00:08:33: Isabell: dass ich mich erst mal damit auseinandersetze Wo stehe ich gerade überhaupt und wo möchte ich
00:08:38: Isabell: hin? Und wie sollte dafür idealerweise meine Lösung aussehen?
00:08:41: Isabell: Jetzt lass uns noch mal in die Käufer*innen-Perspektive springen.
00:08:44: Isabell: Wir haben ja schon festgestellt, dass die auch nicht außer Acht zu lassen ist,
00:08:48: Isabell: wenn man über das Thema Versand spricht.
00:08:50: Isabell: Dirk, vielleicht kannst du uns noch einmal grob dazu abholen.
00:08:54: Isabell: Was wird denn heutzutage erwartet? Ist es noch so,
00:08:56: Isabell: dass es superschnell und kostenlos bei mir sein muss oder ändert sich das langsam?
00:09:00: Dirk: Genau.
00:09:01: Dirk: Also schneller Versand ist immer noch total ansprechend und kann ein Wettbewerbs- oder ein
00:09:06: Dirk: Erfolgsfaktor sein. Aber das nicht alleine.
00:09:08: Dirk: Man muss vor allem auch immer gucken, was kann man realistischerweise abbilden,
00:09:13: Dirk: Welche Kapazitäten und Möglichkeiten hat man denn?
00:09:15: Dirk: Die Zuverlässigkeit ist mindestens genauso wichtig.
00:09:18: Dirk: Es hilft nicht, wenn ich sage, ich kann Lieferungen immer am nächsten Tag anbieten,
00:09:23: Dirk: aber meine On-Time Delivery liegt dann bei 60 %.
00:09:25: Dirk: Da springen mir alle Kunden ab und kaufen bei mir nie wieder.
00:09:29: Dirk: Die Versandkosten sind auf jeden Fall auch ein Faktor.
00:09:32: Dirk: Das heißt, man sollte sich eben auch angucken, welche Möglichkeiten habe ich, [Wortlaut unklar:
00:09:37: Dirk: Versandangebot] anzubieten und das dehnt sich aber auch bis zum Bereich der Retouren aus.
00:09:42: Dirk: Und insgesamt geht es einfach um eine gute Transparenz und um eine hohe Zuverlässigkeit.
00:09:47: Thomas: Ich wollte nur einen Punkt ergänzen zu dem Thema Lieferzeiten an sich,
00:09:50: Thomas: wenn ich international sehe.
00:09:52: Thomas: Ich habe unterschiedliche Erwartungshaltungen und Erfahrungswerte bei meinen bestellenden Kunden
00:09:57: Thomas: gegeben durch lokale Lösungen, durch lokalen Versand.
00:10:00: Thomas: Wenn ich als internationaler Händler dann natürlich aus Deutschland heraus in ein anderes Land
00:10:05: Thomas: verschicke. Die Kunden erwarten trotzdem eine quasi lokale Versanderfahrung.
00:10:09: Thomas: Da muss ich beim Skalieren daran denken, mit den richtigen Partnern zusammen zu sitzen,
00:10:13: Thomas: die die Expertise haben in allen diesen Destinationen und Ländern, in die ich versenden möchte.
00:10:18: Thomas: Genau diese Kundenerfahrungen zu bieten.
00:10:21: Tim: Auf jeden Fall.
00:10:21: Tim: Also ich habe die letzten neun Jahre B2C für große Hersteller gemacht und gerade auf eBay ist es
00:10:26: Tim: ja doch so was, was du gerade gesagt hast.
00:10:28: Tim: Man sieht ja als Käufer, Wie ist denn der Händler überhaupt bewertet?
00:10:32: Tim: So, und das heißt, das sind natürlich alles die Faktoren, die dann letztendlich entscheiden.
00:10:36: Tim: Ich meine, wir sind alle heutzutage ungeduldig.
00:10:39: Tim: Man sieht ein neues Gadget, möchte es kaufen.
00:10:41: Tim: Am liebsten ist es dann heute Abend schon da.
00:10:43: Tim: Dann geht natürlich viel über die Lieferzeit.
00:10:46: Tim: Aber ich glaube gerade auch hier,
00:10:47: Tim: wenn wir über den DACH-Markt oder den deutschen Markt sprechen, gerade dieses,
00:10:51: Tim: diesen Trust über die Verkäuferbewertung, dass das auf jeden Fall auch ein großer Faktor ist.
00:10:56: Dirk: Ich würde vielleicht auch noch ergänzen ich glaube,
00:10:58: Dirk: es ist auch so ein bisschen [Wortlaut unklar].
00:11:00: Dirk: Es kommt darauf an Was für ein Produkt biete ich an,
00:11:02: Dirk: welcher Anlass ist Gerade wenn ich jetzt in der Peak Season bin oder in der Weihnachtszeit und
00:11:06: Dirk: ich bin jemand, der Last Minute Weihnachtsgeschenke kauft.
00:11:09: Dirk: Und ich muss für meine Kinder irgendwie noch wirklich am 23. oder am 22. noch was einkaufen,
00:11:13: Dirk: Dann ist mir natürlich ein schneller Versand ganz besonders wichtig.
00:11:16: Isabell: Ihr habt jetzt alle drei sehr viel von Trust gesprochen.
00:11:19: Isabell: Wie wichtig das tatsächlich für den Endkonsumenten ist.
00:11:22: Isabell: Und schon ein paar Mal ist das Wort Lieferversprechen gefallen.
00:11:26: Isabell: Da fällt natürlich auch das Thema Bearbeitungszeit mit rein.
00:11:29: Isabell: Vielleicht könntet ihr darauf noch mal eingehen.
00:11:32: Isabell: Warum ist die Bearbeitungszeit auch so wichtig für das Lieferversprechen?
00:11:36: Isabell: Und was genau kann ich da als Seller noch kontrollieren?
00:11:39: Dirk: Also grob unterscheiden wir einmal zwischen Bearbeitungszeit und Transportzeit.
00:11:43: Dirk: Die Differenzierung ist für jeden Käufer für die Käuferin total egal.
00:11:47: Dirk: Aber wesentlich für den Händler ist eben die Bearbeitungszeit.
00:11:50: Dirk: Ist die Order kommt rein und ich mache das Paket bereit.
00:11:53: Dirk: Ich bearbeite das und übergebe es an den Versanddienstleister.
00:11:56: Dirk: Dann endet die Bearbeitungszeit mit diesem Zeitpunkt und der Versanddienstleister [Wortlaut
00:12:01: Dirk: unklar] übernimmt und stellt es dann dem Käufer zu.
00:12:04: Dirk: Das ist die Transportzeit und ich glaube, für den Händler ist relevant,
00:12:08: Dirk: dass er eben einen unmittelbaren Einfluss auf die Bearbeitungszeit hat.
00:12:11: Dirk: Also man kann seine eigenen Prozesse überprüfen, man kann gucken,
00:12:15: Dirk: wo kann man die Cut-off-Zeiten möglicherweise anpassen,
00:12:18: Dirk: dass man noch eine taggleiche Versendung erreichen kann.
00:12:21: Dirk: Und als Händler dann sagt [Wortlaut unklar zur Abholzeit: 15:00 beziehungsweise 20:00 Uhr].
00:12:26: Dirk: Da habe ich Kontrolle,
00:12:27: Dirk: da habe ich als Händler Einfluss und kann eben meine Versandqualität oder eben eine schnelle
00:12:32: Dirk: Lieferung damit unmittelbar beeinflussen. Aber auch auf die Transportzeit.
00:12:36: Dirk: Wenn ich mit meinem Versanddienstleister nicht zufrieden bin,
00:12:39: Dirk: dann habe ich natürlich die Möglichkeit, ins Gespräch zu gehen und sollte das auch tun.
00:12:43: Isabell: Bevor du gleich deinen Punkt noch machst, Dirk, Du hast gerade Cut-off-Zeiten angesprochen.
00:12:48: Isabell: Für diejenigen, die nicht in der Versandbubble sind, was genau bedeutet das?
00:12:51: Dirk: Das ist im Grunde die Zeit, bis zu der ich an den Versanddienstleister übergeben kann.
00:12:56: Dirk: Bzw. die Zeit bis der.
00:12:58: Dirk: Bis zu der die Bestellung eingehen kann und ich es an dem Tag noch bearbeite.
00:13:02: Dirk: [Wortlaut unklar] eine Versandzeit von 14:00 eingestellt und wenn ich taggleichen Versand
00:13:08: Dirk: anbiete, dann heißt es, jede Bestellung, die bis 14:00 reinkommt,
00:13:11: Dirk: wird an dem Tag noch bearbeitet.
00:13:13: Dirk: Und über diese Verschiebung der Cut-off-Zeiten habe ich natürlich ein tolles Mittel,
00:13:18: Dirk: um Geschwindigkeit auch in der Lieferzeit zu realisieren.
00:13:22: Thomas: Das ist ein super guter Punkt.
00:13:23: Thomas: Kurz ergänzend einfach mal das pragmatische Beispiel mit den Cut-off-Zeiten aus der
00:13:27: Thomas: Versanddienstleister-Perspektive gesprochen.
00:13:29: Thomas: Ich weiß zum Beispiel, wenn ich Sendungen von Händlern in einen Sourcing Hub bekomme.
00:13:33: Thomas: Ich weiß [Wortlaut unklar], wann ich die Ableitung in die entsprechenden Zielländer habe.
00:13:38: Thomas: Und für einen Händler ist es ganz einfach, das zu planen, wenn er das rückwärts rechnet,
00:13:42: Thomas: für sich eine gute Kenntnis seiner Bearbeitungszeiten intern hat und dann von einem
00:13:46: Thomas: Versanddienstleister weiß 16:00 findet eine Ableitung aus dem Hub statt.
00:13:49: Thomas: Dann geht es auf die internationalen Routen in die Zielländer vielleicht.
00:13:53: Tim: An der Stelle wäre es auch relativ wichtig zu erwähnen,
00:13:56: Tim: weil wir jetzt konkret immer Uhrzeiten nennen und auch sagen Ja,
00:13:59: Tim: man kann das nach hinten verschieben, man kann noch was rausholen.
00:14:02: Tim: Und wie du gerade gesagt hast,
00:14:04: Tim: als Händler sollte man eigentlich immer dann vom Versprechen rückwärts kalkulieren.
00:14:08: Tim: Und ich finde, nachdem ich auch so lange selbst Händler war.
00:14:11: Tim: Mein Erfahrungswert ist auf jeden Fall, dass es sinnvoller ist,
00:14:14: Tim: nicht zu sehr on the edge zu sein und dann ein Lieferversprechen zu machen,
00:14:18: Tim: was man nicht halten kann, sondern lieber overdelivern.
00:14:21: Tim: Psychologisch ist das natürlich für den Kunden super wertvoll, weil das einfach ein Benefit ist.
00:14:26: Tim: Und für diesen Benefit hast du nichts gemacht, außer jetzt nicht zu sehr versucht,
00:14:30: Tim: der Schnellste auf dem Markt zu sein.
00:14:32: Isabell: Wie gehe ich denn da mit dem Fall um?
00:14:34: Isabell: Dirk hat es eben erwähnt Peak Season und ich kann in 90 % der Fälle meine Versprechen halten und
00:14:40: Isabell: weiß, dass ich es halten kann.
00:14:41: Isabell: Aber dann kommt an dem Tag vielleicht doch noch mal die 20.
00:14:45: Isabell: Order zu viel rein.
00:14:46: Isabell: Wie kann ich mit solchen Fällen umgehen, wenn es dann manchmal doch nicht passt?
00:14:51: Tim: Also ich denke, da ist Proaktivität gegenüber den Kunden das Stichwort.
00:14:54: Tim: Und ich meine heutzutage super Tools,
00:14:56: Tim: womit man Kundensupport und die Kommunikation zum Kunden hin automatisieren kann.
00:15:00: Tim: Dann hängt man das in seinem System an verschiedene Statusmeldungen,
00:15:03: Tim: sei es Statusmeldungen im eigenen System, sei es Statusmeldungen im Lager,
00:15:07: Tim: beim Versanddienstleister und dann proaktiv mit den Kunden kommunizieren.
00:15:10: Tim: Also ich habe gerade einen Adventskalender bestellt.
00:15:13: Tim: Ein bisschen früh vielleicht, aber ich habe schon fünf E-Mails dazu bekommen.
00:15:16: Tim: Eine zwischendurch war in der falschen Sprache.
00:15:19: Tim: Alles gut, kann passieren, aber ich wurde auch dazu abgeholt.
00:15:22: Tim: Sorry, wir haben da eine Versandbestätigung in der falschen Sprache geschickt.
00:15:25: Tim: Also sobald der Händler auch diese Fehler erkennt und die proaktiv kommuniziert,
00:15:29: Tim: das bleibt im Kopf.
00:15:30: Tim: Ja, also man wird als Kunde dann natürlich wieder bestellen, [Satzende unklar].
00:15:34: Dirk: Kann ich jetzt auch nur unterstützen.
00:15:35: Dirk: Also kümmern ist glaube ich das Wichtigste.
00:15:37: Dirk: Ich glaube, das Schlechteste wäre, wenn man irgendwelche Missstände nicht kommuniziert.
00:15:41: Dirk: Und ich glaube auch ganz wichtig ist immer Zusammenarbeiten mit allen Beteiligten.
00:15:44: Dirk: Also aus Händlersicht, wenn es ein Problem gibt oder wenn noch nicht richtig erkennbar ist,
00:15:48: Dirk: ob ein Problem möglicherweise zu einer Lieferzeitverzögerung führen könnte,
00:15:51: Dirk: dann eben mit allen Beteiligten sprechen.
00:15:53: Isabell: Das heißt, ich gehe so früh wie möglich und so viel wie möglich mit meinem Käufer,
00:15:58: Isabell: meiner Käuferin in den Austausch,
00:16:00: Isabell: bleibe aber auch mit meinem Versanddienstleister transparent und kommuniziere da ganz klar quasi
00:16:06: Isabell: meine Needs. Bzw. wenn ich eben weiß, bald kommen mehr Bestellungen usw.
00:16:10: Isabell: Stellt euch auf mehr ein.
00:16:11: Isabell: Jetzt gibt es ja trotzdem die Fälle, wo ein Paket vielleicht Verzögerung hat,
00:16:16: Isabell: wo der Händler oder die Händlerin nichts dafür kann.
00:16:19: Isabell: Thomas, was kann ich in solchen Fällen machen?
00:16:22: Isabell: Ab wann muss ich da als Händlerin aktiv werden?
00:16:25: Isabell: Gibt es da Signale, die ich früh schon erkennen kann?
00:16:28: Thomas: Erst mal das Thema Verzögerungen in einer solchen Kette.
00:16:31: Thomas: Die können von ganz vielen Punkten kommen.
00:16:33: Thomas: Also wir reden ja immer über ganz viel.
00:16:35: Thomas: Wenn wir jetzt mal das ganze Tracking festmachen, also Trackingdaten, das heißt,
00:16:39: Thomas: ein Tracking-Event ist ein Event und nicht eine lückenlose Liveverfolgung eines Paketes.
00:16:44: Thomas: Das heißt, ich habe immer nur bestimmte Insights in bestimmten Abständen.
00:16:48: Thomas: Wenn physisch ein Paket gescannt wird, dann bekomme ich ein Update.
00:16:52: Thomas: Nur weil ein Paket vielleicht mal zwei Tage oder anderthalb Tage kein Update bekommt,
00:16:56: Thomas: heißt das nicht, dass nichts passiert. Das heißt, es könnte sein,
00:17:00: Thomas: dass es eine längere Transportstrecke ins Zielland ist und unterwegs war.
00:17:03: Thomas: Aber im Endeffekt heißt das erst mal nicht in Panik geraten.
00:17:07: Thomas: Das ist das Allerwichtigste.
00:17:08: Thomas: Mit dem Versanddienstleister kann man sehr gut auf eine Datenbasis zurückgreifen,
00:17:12: Thomas: die das viel valider macht, als wenn ich nur meine eigenen Volumen betrachte.
00:17:16: Thomas: Bei uns intern gibt es ein System, das hat einen ganz spannenden Namen Control Tower.
00:17:21: Thomas: Und das sagt auch direkt, was es bedeutet.
00:17:23: Thomas: Wir monitoren die Zustellpartner in allen Ländern gegen die SLA, also gegen Zustellzeiten,
00:17:28: Thomas: die typisch sind für den entsprechend eingekauften Service.
00:17:31: Isabell: Tim, vielleicht noch eine Frage in deine Richtung.
00:17:34: Isabell: Wir haben jetzt viel darüber gesprochen, dass wir den Käufer,
00:17:37: Isabell: die Käuferin immer up to date halten, auch in solchen Fällen. Was denkst du,
00:17:41: Isabell: wie viel kann ich da automatisieren und wie viel soll ich da doch noch persönlich einschreiten?
00:17:45: Isabell: Vielleicht auch ein bisschen mit Hinblick auf das Thema KI.
00:17:49: Tim: Also ich denke das, was Thomas gerade angesprochen hat, ist schon mal sehr wertvoll.
00:17:53: Tim: Bei JTL haben wir das quasi auch als eigenes Produkt integriert.
00:17:56: Tim: Also bei uns gibt es die Insights bald verfügbar für alle,
00:17:59: Tim: sodass man sich wirklich Dashboards bauen kann, um alles auf einen Blick zu sehen.
00:18:03: Tim: Weil normalerweise als Händler gilt für dich das Paket als angekommen mehr oder weniger,
00:18:07: Tim: wenn es dein Fulfillment-Lager verlassen hat und dann ist gut.
00:18:10: Tim: Aber du hast ja auch das Tracking.
00:18:12: Tim: Du könntest noch mal einen Schritt weiter gehen und sagen Was ist tatsächlich passiert?
00:18:16: Tim: Das sind Sachen, die am Ende auf Daten beruhen.
00:18:19: Tim: Und die Datengrundlage ist tatsächlich das, was dir hilft.
00:18:21: Tim: Also ich glaube, ich habe letztens eine Umfrage gelesen,
00:18:24: Tim: dass Händler eigentlich gar nicht mehr beschäftigt sind mit dem,
00:18:27: Tim: was sie eigentlich machen wollen, nämlich verkaufen, sondern sie sind beschäftigt mit Steuern,
00:18:32: Tim: mit Finanzthemen, mit operativen Änderungen, mit Prozessoptimierung.
00:18:35: Tim: Das sind natürlich Dinge, wo die KI helfen kann.
00:18:38: Tim: Aber die KI kann nur helfen, wenn darunter die Datenbasis stimmt.
00:18:41: Isabell: Super, ich schiele mal so ein bisschen auf die Uhr.
00:18:44: Isabell: Wir sind leider schon am Ende unserer Zeit angekommen.
00:18:47: Isabell: Ich versuche mal die ganzen Inhalte, die ihr geteilt habt, zusammenzufassen.
00:18:51: Isabell: Es war ja doch eine ganze Menge.
00:18:53: Isabell: Es hat noch mal gezeigt, wie komplex das Thema Versand sein kann.
00:18:56: Isabell: Wir haben darüber gesprochen, wie wichtig es ist, die Kundensicht einzunehmen.
00:19:01: Isabell: Und auch da mein Lieferversprechen quasi klar zu durchdenken.
00:19:04: Isabell: Ein ehrliches Versprechen zu machen und das auch möglicherweise zu halten.
00:19:08: Isabell: Ich sollte mir Gedanken machen, wo ich gerade stehe und wo ich hin möchte, welches Tool,
00:19:13: Isabell: welches System ich dafür idealerweise mit anbinde.
00:19:16: Isabell: Und dann sollte ich eben auch in das ganze Thema Transportzeiten versus Bearbeitungszeiten
00:19:21: Isabell: reingehen und schauen, was kann ich da für mich eventuell verbessern,
00:19:25: Isabell: um eben auch mein Lieferversprechen zu verbessern.
00:19:27: Isabell: Und dem Ganzen überlagert natürlich das Thema transparente Kundenkommunikation.
00:19:32: Isabell: Und da lieber ein bisschen zu viel als zu wenig und eben auch die Kommunikation mit dem Carrier
00:19:37: Isabell: gleichermaßen.
00:19:38: Isabell: Vielleicht könntet ihr abschließend noch einen Tipp für Händlerinnen teilen.
00:19:42: Isabell: Jeweils.
00:19:43: Isabell: Wenn ich jetzt heute damit anfangen möchte, mein persönliches Lieferversprechen zu verbessern,
00:19:48: Isabell: meinen Versand zu verbessern. Was ist die eine Sache, die ihr raten würdet,
00:19:52: Isabell: die ich mir vielleicht anschaue oder die ich direkt ändern kann?
00:19:55: Dirk: Meine Empfehlung wäre einfach mal anfangen und sich ein Listing anschauen und entlang dieser
00:20:00: Dirk: Standards angucken. Wie ambitioniert bin ich da eigentlich?
00:20:04: Dirk: Also wie attraktiv ist meine Lieferzeit? Was sind meine Versandkosten?
00:20:08: Dirk: Wie transparent stelle ich das gesamte Thema dar?
00:20:10: Dirk: Und das wirklich konsequent aus Sicht des Kunden mal betrachten.
00:20:14: Dirk: Wie fühlt sich das an? Und dann auch die Brille aufnehmen.
00:20:17: Dirk: Zu gucken, Was macht eigentlich der Wettbewerb?
00:20:20: Dirk: Ich glaube, das ist, das ist essenziell, erst mal diese Übung zu machen und dann auch.
00:20:25: Dirk: Tim hat das gerade gesagt, mal in die Daten rein zu gucken.
00:20:28: Tim: Apropos Zahlen Ich glaube, wo ist meine Bestellung?
00:20:30: Tim: Habe ich letztens eine Statistik gelesen.
00:20:32: Tim: Das sind 65 % aller Kundensupportanfragen.
00:20:35: Tim: Also gerade das Thema Automatisierung angesprochen. Wir haben Cases bei uns,
00:20:38: Tim: wo wir mit unserem neuen Produkt Customer Support über 60 % der Anfragen automatisiert haben.
00:20:43: Tim: Tendenz steigend.
00:20:44: Tim: Also ich denke, dass wir da sehr gut aufgestellt sind in Sachen KI.
00:20:47: Tim: Und mein Tipp wäre vielleicht: Schaut euch nicht die Themen an, die alle funktionieren,
00:20:52: Tim: sondern schaut euch einfach die Themen an, die nicht funktionieren.
00:20:55: Tim: Geht da wirklich rein bis zur letzten Stufe,
00:20:57: Tim: exerziert den ganzen Prozess durch und wenn ihr da einen Case komplett aufarbeitet,
00:21:01: Tim: erschlagt ihr wahrscheinlich für die Zukunft wieder 100 weitere.
00:21:05: Thomas: Und genau da knüpfe ich an!
00:21:06: Thomas: Nehmen wir mal an, ich versende international als Händler.
00:21:09: Thomas: Ich würde sofort mir selber eine Methodik entwickeln,
00:21:12: Thomas: dass ich auf wöchentlicher und monatlicher Basis für mich,
00:21:15: Thomas: in einem Dashboard oder in einer Analyse, wie auch immer ich sie aufbaue,
00:21:19: Thomas: immer die letzten 20 nicht einem SLA entsprechenden Sendungen betrachte.
00:21:23: Thomas: Um ganz früh Muster und Patterns zu erkennen, wo ich angreifen muss, wo ich gucken muss,
00:21:27: Thomas: wo ich ein strukturelles Problem habe.
00:21:30: Isabell: Super vielen, vielen Dank euch dreien.
00:21:32: Isabell: Und damit sind wir auch am Ende unserer Live-Podcastfolge angekommen.
00:21:36: Isabell: Heute live von der eBay OPEN in Berlin. Danke schön, dass ihr da wart.
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